Die Methoden zur Beurteilung unseres Gewichts

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, mit denen sich unser körperlicher Zustand erfassen lässt. Am bekanntesten sind hierbei der BMI (Body-Mass-Index) sowie der Broca-Index, welche aufgrund ihrer geringen Aussagekraft allerdings mittlerweile nur als ein Hilfsmittel angesehen werden.

Zur Erfassung des Körperfetts findet neben der Körperfettzange auch die Körperfettwaage Anwendung. Letztere berücksichtigt jedoch nicht explizit das Bauchfett, welches einen guten Indikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen darstellt.

Neben weiteren sinnvollen Verfahren zur Körperfettmessung, wie dem Ultraschall-Scanner oder dem hydrostatischen Wiegen, gibt es mit der Szintigrafie, Computertomografie sowie dem DEXA mit Röntgenstrahlung ebenso ungesunde und meist kostenintensive Möglichkeiten zur Ermittlung des Körperfetts.

Weitaus geeigneter ist die Messung des Körpergewichts mit einer Waage in Verbindung mit der WHtR (Waist to Height Ratio), da hierbei ebenfalls das Bauchfett mit einbezogen wird.

 

Blutuntersuchungen und der pH-Wert im Urin

Die Blutuntersuchung vor dem Beginn des Abnehmprogramms ist entscheidend, damit wir unseren Vorher-Nachher-Zustand ermitteln können und versteckte Erkrankungen (wie zum Beispiele eine Schilddrüsenunterfunktion) aufdecken. Die Blutwerte geben zudem Hinweise auf ernährungsbedingte gesundheitliche Probleme. Denn schließlich geht es beim Abnehmen nicht nur um die Ästhetik, sondern auch um die Prävention von Folgeerkrankungen.

Um einen Überblick über den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel zu erhalten, wird empfohlen das HBa1C (Langzeit-Zucker), den Nüchternblutzucker sowie die Blutfette zu messen. Die Auswirkungen von zu vielen tierischen Eiweißen in der Ernährung lassen sich anhand der Harnsäure- und TMOA-Werten erkennen.

Des Weiteren sollte das Blutbild die Leberenzyme, Entzündungsmarker (CRP und Calprotectin) sowie die TSH- und pH-Werte ermitteln.

 

Gesundheitliche Konsequenzen von Übergewicht

Mehr als 20 Erkrankungen stehen ganz offensichtlich im Zusammenhang mit Übergewicht. An der Spitze befinden sich dabei Herzinfarkt und Schlaganfall, wobei sich deren Risikofaktor Bluthochdruck vor allem auf den Konsum von ungesunden Mengen an tierischen Eiweißen und zu viel Salz zurückführen lässt.

Dass Übergewicht zudem für Rheuma, Gicht, Rückenschmerzen und Arthrose verantwortlich ist, liegt an dem hohen Körpergewicht an sich, aber auch an den gesteigerten Blutfetten, die Entzündungen in unserem Organismus auslösen.

Weitere Krankheiten, die als Folge von Übergewicht entstehen, sind unter anderem Krebs, Demenz, Fettleber, Gallensteine sowie Immunsystemerkrankungen.

 

Zucker und Abnehmen

Übergewicht steht meist in Verbindung mit einem zu hohen Zuckerkonsum. Bereits Kinder wird es mit bestimmten Produkten antrainiert, Süßes zu sich zu nehmen.

Der Zucker macht dabei nicht nur übergewichtig, er entzieht dem Körper obendrein eine Vielzahl an Mikronährstoffen und kann bestimmte Krankheiten auslösen. Je mehr wir davon essen, umso wahrscheinlicher wird beispielsweise eine Insulinresistenz und die Entstehung des Diabetes Typ II. Zucker lagert sich außerdem, wenn es in zu hohen Mengen zugeführt wird, an Eiweißen an und verändert deren Struktur.

Zwar ist Fruchtzucker in diesem Zusammenhang besser als sein Ruf, grundsätzlich sollten wir aber beim Abnehmen auf alles Süße – vor allem, wenn es industriell hergestellt wurde – verzichten.

 

Zuckerabhängigkeit

Zucker wirkt wie eine Droge. Bereits im Mutterleib wird die Grundlage für diese Sucht gelegt und über die Kindheit hinweg mithilfe von positiven Emotionen (zum Beispiel durch Werbung) gefördert.

Zucker führt zu einer Dopaminausschüttung im Gehirn, das uns Glücksgefühle beschert. Allerdings sinkt nach einiger Zeit der Blutzuckerspiegel wieder rasant ab und wir erleben ein Heißhungergefühl. Um diesem entgegenzuwirken, gibt es aber ein paar Möglichkeiten:

Eine hohe Aufnahme von Mikronährstoffen verhindert, dass der Körper das Gefühl entwickelt Zucker zu benötigen. Dasselbe gilt für Galactose, das zudem Insulin unabhängig wirkt. Grüne Lebensmittel, wie beispielsweise grüne Smoothies, Bitterstoffe und Kalium (in Rote Bete) helfen dabei den Appetit zu zügeln.

 

Wissenswertes zu Kalorien und Glykämischer Index

Um gegen sein Übergewicht anzukämpfen, spielt die Kalorienanzahl, die eine Mahlzeit besitzt keine entscheidende Rolle. Vielmehr ist der Glykämische Index von Bedeutung, welcher die Auswirkungen von kohlenhydratreichen Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel bestimmt.

Der Glykämische Index kann sich beim Kochen verändern und erreicht seinen bestmöglichen Wert durch eine Fermentierung. Dabei sinkt der Zuckergehalt, weshalb sich auf diese Weise alle Kohlenhydrate zum Abnehmen eignen können.

Es kommt allerdings nicht immer nur auf den Glykämischen Index allein an, sondern auch auf die Glykämische Last, wobei zusätzlich die Menge des aufgenommenen Nahrungsmittels Bedeutung findet.

 

Beitragsbild von NeONBRAND

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.